Wenn Unternehmen sich verändern … wollen … müssen

Herzlichen Glückwunsch! Sie haben sich in einen kraftvollen Prozess begeben. Sie haben vielleicht auch schon Ihr Change-Projekt-KickOff aufgelegt. Verschiedene Abteilungen arbeiten nun an Veränderungsprozessen.

Change, Transformation. So klingt es über die Gänge Ihres Unternehmens. Und was sich alles ändern soll. Unser Führungskreis hat alles zusammengetragen. Selbstverständlich! Von der Innensicht nach außen? Sie haben Kunden befragt. Selbstverständlich! Von der Innensicht nach außen. Sie haben Lieferanten befragt. Selbstverständlich! Von der Innensicht nach außen. Oder noch besser Sie haben branchenerfahrene Berater engagiert, Analysen und Handlungsempfehlungen erhalten. Wunderbar!

Bereits jetzt, da Sie das gelesen haben, wissen Sie von was ich rede: Branchen- und Betriebsblindheit. Sie fragen, was ein Betrieb ggf. eine Branche, wie der Ihre, besser machen kann. Dahinter steht ihre Konkurrenzfähigkeit innerhalb eines Kreises von Unternehmen, die ebenso solches gedenken zu sein – Konkurrenzfähig.
Das heißt auch, dass alle in derselben Suppe rühren und versuchen das beste Stück für sich herauszufischen. Alle sitzen Sie in einer Art Elfenbeinturm, in verschiedenen Zimmern, verändern dieselben oder zumindest ähnliche Prozesse. Nichts hebt vom anderen ab. Mitarbeiter sind zwischen den Unternehmen austauschbar. Die, gerne bei Change Projekten, sinkende Motivation und steigende Verlustangst ist ebenfalls ident.

Um beim Bild der „Suppe“ zu bleiben: Dann geschieht etwas sehr Subtiles. Jemand, der weder mit Ihren noch der Ihnen wohlbekannten Branche zuvor zu tun hatte, erhöht die Temperatur. Aus einem dahinsieden wird ein Hochkochen. Neue Ideen, neue Produktionsprozesse, neue Führungsprozesse machen den Zugang zu den „besten Stücken“ schmerzhaft. Sie kosten plötzlich ein mehr an finanziellen Einsatz, verengen den Markt in einer Weise, die eine schnelle Anpassung nicht erlauben. Dieser Jemand war weder branchen- noch betriebsblind. Prozesse wurden neu gedacht, sinnvolles angenommen, sinnloses verworfen. Ein Vertrieb 4.0 wurde für den Kunden 4.0 ff aufgebaut – und das funktioniert auch noch. Selbst der Anteil Telemarketing ist frisch, innovativ und wird vom Kunden 4.0 weniger als Belästigung sondern als Informationsbereicherung empfunden. Und. Es war der Mut des Neuen alles umfassend von außen zu betrachten.

CHANGE – bedeutet vor allem Mut. Mut sich selbst und das Unternehmen, welches man führt, neu zu denken. Ja – Sie haben richtig gelesen, auch Sie als Unternehmer, als CEO, als Manager, Geschäftsführer sind ad personam gemeint. Wenn alle sich ändern müssen können sollen – so auch Sie. Sogar – vor allem Sie! Mit Ihnen steht und fällt der eingeleitete Change. An Ihnen wird gemessen, wie viel Sinn es macht überhaupt ernsthaft grundlegende Veränderungen zu denken geschweige denn herbeizuführen. An Ihnen wird Messlatte der Wirkmächtigkeit angelegt, für Ihr Unternehmen und innerhalb Ihrer Branche. Und mit Verlaub – es ist hierbei völlig egal ob Sie einen Konzern leiten oder ein kleines Unternehmen. Denn es ist am Ende nur die Höhe Ihres Elfenbeinturms und die Zahl Ihrer Waffen = Mitarbeiter, im Streben auf eine vorrangige Stellung beim Kunden, die unterschiedlich hoch sind.

CHANGE ist ein Prozess auf allen Ebenen im Unternehmen. CHANGE kann Sie und das Unternehmen stärken und zukunftsfähiger machen. Oder – vor allem, wenn nur „die Anderen“ Veränderungen etablieren müssen – vernichten.

Ich gehe grundsätzlich davon aus, dass ich von Ihrer Branche nicht die geringste Ahnung habe. Ich kenne die Rohstoff- und Preisprobleme nicht, mich interessiert auch nicht was Ihre Mitbewerber machen. Ich bin wahrscheinlich noch nicht einmal Nutzer Ihrer Produkte und wenn doch – umso schlimmer für Sie, denn nun will ich noch mehr wissen: Ob Sie und das Unternehmen zur Veränderung überhaupt fähig sind. Ob Sie mit Ihren Waffen = Mitarbeiter respektvoll und wertschätzend umgehen, ob Sie neben den hübschen Worten in Ihren Nachhaltigkeitsberichten und ein paar Bäumen pflanzen, eine qualifizierbare Selbstverpflichtung (=TUN) eingegangen sind? Wissen Sie unter welchen Umständen die Rohstoffe für Ihre Produkte gefördert/produziert werden? Was verändern Sie? Verändern Sie sich mit? Oder werden letztlich nur dem Pferd neue Zügel angelegt, ein neuer Sattel aufgelegt, das Tier ein wenig intensiver gestriegelt? Wurde der alte Gaul also für die Show eben ein wenig aufgehübscht? Wieviel Zeit müssen Ihre Mitarbeiter mit Reportings und der Erstellung von PowerPoints verblasen, anstatt sich dem wichtigsten in Ihrem Unternehmen zu widmen – dem Kunden 4.0 = der Wertschöpfung. Ist das zukunftsfähig?

CHANGE heißt Resilienz aufbauen für die Stürme die jede Branche, jedes Unternehmen ereilen können und eben nicht nur ein paar Kosten einsparen „LEAN“ (meist in Form von Entlassungen oder Lieferanten an das Existenzminimum zu drücken) zu sein.

CHANGE heißt sich auf eine Zeit einzulassen, da unsere „Weisheiten“ von gestern (z.B. Taylorismus) schlicht nicht mehr funktional sind. Eine Zeit da einseitige Loyalität, also die seitens der Mitarbeiter, für diese uninteressant ist, so der Sinn der Arbeit = Wertschöpfung, in Meetings, Order by Mufti, Reportings über Reportings usw. verwässert, wenn nicht zerstört wird. Und offengestanden – wenn Sie Loyalität wollen – kaufen Sie sich einen Hund.

Der einzige Zweck eines Unternehmens ist die Kundenbedürfnisse zu erfüllen. Die Chance, dass bereits morgen ein Produzent/Dienstleister kommt, der dies besser, schneller, effizienter und preiswerter macht – auch im und aus dem eigenen Land heraus – ist heute größer denn je.

Sind Sie vorbereitet?

Für Fragen  – im Impressum finden Sie meine Telefonnummer.

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