Nachhaltigkeit

Heute  maßvoll, damit es für  morgen auch noch reicht.

Das heißt, dass wir als einzelne Menschen, Unternehmen, als Gesellschaft unsere Ressourcen sorgfältig behandeln und schonen müssen. Vor allem dann, wenn wir wollen, dass unsere Zukunft und die nachfolgender Generationen gesichert ist.

Die für alle, vor allem aber auch Unternehmen, wichtigsten Ankerpunkte wurden durch die Vereinten Nationen 17 Nachhaltigkeitsziele erarbeitet und 2015 veröffentlicht.

7 Jahre später – zu Zeiten, da Corona immer noch weltweit sein Unwesen treibt, viele Unternehmen und deren Mitarbeiter auch an ihre Frustrationsgrenze gestoßen sind, wenn es um die Umsetzung und Messbarkeit von Nachhaltigkeit geht, beginnen mit Nachhaltigkeitsthemen im Zusammenhang stehende „Change-Projekte“ eher Missmut und Aggression hervorzurufen.

Und doch gilt:
Nur Unternehmen sind in der Lage, neue Ideen schnell und effizient in die Welt zu tragen und sind damit der größtmögliche Veränderungsmotor. Und immer mehr Unternehmen arbeiten bewusst an der Umsetzung der UN-Nachhaltigkeitsziele.

Die 17 Nachhaltigkeitsziele der UN

7 Jahre sind verstrichen. Manches wurde in Angriff genommen. Manches wurde erreicht. Und doch gibt es noch so viel zu tun!

Armut in allen ihren Formen und überall beenden.
Den Hunger beenden, Ernährungssicherheit und eine bessere Ernährung erreichen und eine nachhaltige Landwirtschaft fördern.
Ein gesundes Leben für alle Menschen jeden Alters gewährleisten und ihr Wohlergehen fördern.
Inklusive, gleichberechtigte und hochwertige Bildung gewährleisten und Möglichkeiten lebenslangen Lernens für alle fördern.
Geschlechtergleichstellung erreichen und alle Frauen und Mädchen zur Selbstbestimmung befähigen.
Verfügbarkeit und nachhaltige Bewirtschaftung von Wasser und Sanitärversorgung für alle gewährleisten.
Zugang zu bezahlbarer, verlässlicher, nachhaltiger und moderner Energie für alle sichern.
Dauerhaftes, breitenwirksames und nachhaltiges Wirtschaftswachstum, produktive Vollbeschäftigung und menschenwürdige Arbeit für alle fördern.
Eine widerstandsfähige Infrastruktur aufbauen, breitenwirksame und nachhaltige Industrialisierung fördern und Innovationen unterstützen.
Ungleichheit in und zwischen Ländern verringern.
Städte und Siedlungen inklusiv, sicher, widerstandsfähig und nachhaltig gestalten.
Nachhaltige Konsum- und Produktionsmuster sicherstellen.
Umgehend Maßnahmen zur Bekämpfung des Klimawandels und seiner Auswirkungen ergreifen.
Ozeane, Meere und Meeresressourcen im Sinne nachhaltiger Entwicklung erhalten und nachhaltig nutzen.
Landökosysteme schützen, wiederherstellen und ihre nachhaltige Nutzung fördern, Wälder nachhaltiger bewirtschaften, Wüstenbildung bekämpfen, Bodendegradation beenden und umkehren Sowie dem Verlust der Vielfalt ein Ende setzen.
Friedliche und inklusive Gesellschaften für eine nachhaltige Entwicklung fördern, allen Menschen Zugang zur Justiz ermöglichen und leistungsfähige, rechenschaftspflichtige und inklusive Institutionen auf allen Ebenen aufbauen.
Umsetzungsmittel stärken und Globale Partnerschaft für nachhaltige Entwicklung mit neuem Leben füllen.

Diese SDG sind im Weiteren ergänzt durch insgesamt 169 Unterziele, die ich im Laufe der Zeit im Blog bespreche.

Meine Schwerpunkte sind hier die Ziele 1 und 2, 5, 6, 7, 9, 11, 12, 13 und 17. Wenngleich keines der Ziele wirklich unabhängig ist, so beschäftige ich mich vor allem mit diesen Zielen und Unterzielen, gerade auch in Bezug auf die Umsetzbarkeit für kleine und mittlere Unternehmen.

Hier ist eine stringente Umsetzung eines klaren KPI Systems nach ökonomischen, sozialen und ökologischen Gesichtspunkten in Teilen noch ein wenig vernachlässigt und die Bedeutung dieser Kennzahlen unterschätzt. Dies liegt bei kleinen Unternehmen vor allem auch daran, dass oft kein intensives Controlling betrieben wird, Nachhaltigkeitsberichte nur für Konzerne notwendig sind, ISO Zertifizierungen nicht als notwendig angesehen werden oder eben als zu teuer empfunden werden, und natürlich auch, dass der Begriff Nachhaltigkeit in Bezug auf das eigene Unternehmen von innen heraus oft schwer oder weniger umfangreich zu identifizieren ist.

Doch auch hier gilt: Je mehr kleine und mittlere Unternehmen sich in Richtung Nachhaltigkeit begeben, je mehr wirklich nachhaltiges Handeln gegeben ist, desto höher ist der Druck auf diejenigen, die sich leider nach wie vor eines sogenannten Greenwashing bedienen, welches im Endeffekt jedoch vor allem ressourcenschädlich ist. Und auch unser Klima ist letztlich eine Ressource. Gerade innerhalb unserer sogenannten gemäßigten Breiten, sind wir auf ein stabiles Klima und davon ausgehend auch Wetter angewiesen.

Es steht uns noch frei, ob wir wollen. Verwehren wir uns der Veränderung, werden wir in Bälde „wollen müssen“.

Nachhaltigkeit ist ein Thema für jedes, noch so kleine, Unternehmen, für jede Gesellschaft und muss – trotz der damit verbundenen Mühen – aktiv in Angriff genommen werden. Und – es wird hierbei auch keine „heiligen Kühe“ mehr geben können, weder in der Industrie, der Landwirtschaft, im Konsum, im Handwerk, in den Schulen usw.

Wir vergessen zu gerne, dass das Wissen, welches wir erlernt haben, zum größten Teil bereits veraltet war, als unsere Lehrer dieses Wissen erlernten. Das heißt, dass dieses Wissen auf den Prüfstand gehört. Die SDG sind hierfür hervorragende Prüfsteine.


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